Bodybuilding vs. Bodyweight Training

Ich bin kein Influencer! Ich biete Dir keine Afiliate-Links mit irgendwelchen beschissenen Rabatt-Codes an! Ich bin Personal Trainer, der sein Wissen gerne teilt und auch mal das auf den Punkt bringt, was andere nicht hören wollen. Ein gesunder wohlgeformter Körper ist nunmal harte Arbeit und kommt nicht von heut auf morgen. Trotzdem weiß auch ich, wie wichtig das online Marketing und die Kundengewinnung in den sozialen Netzwerken ist. Deshalb habe ich mich auch einigen Facebook-Gruppen angeschlossen, die genau bei diesenThemen helfen. Dort habe ich durch Zufall auch einen Personal Trainer kennengelernt.

Sebastian Wittig ist 31-jähriger Personal Trainer aus Dresden, dessen Schwerpunkt auf dem Training mit dem eigenen Körpergewicht liegt. Man verstand sich sofort und tauschte sich schon bald per Sprachnachrichten aus. Und jetzt war es endlich soweit. Sebastian kam ins Rheinland, um über die Ostertage die Verwandtschaft zu besuchen. Doch vorher kam Sebastian auf ein Workout vorbei. Im Clever Fit in Neuss hieß es dann: "Bodybuilding vs Bodyweight Training"

Das eine schließt das andere nicht aus, wobei man mit Maschinen und Gewichten einen bestimmten Muskel gezielter trainieren und somit auch besser wachsen lassen kann. Mit einem Training mit dem eigenen Körpergewicht trainiert man, wie bei allen Grundübungen im Hantelsport auch alle dazugehörigen Stabilisations- und Hilfsmuskeln. Nebenbei trainiert man noch die Koordination und die Beweglichkeit. Bodybuilding ist sicherlich die extremste Form des Fitnesssports, welcher ich mich so lange verschrieben habe. Und Sebastian musste sich beim ersten Teil des Trainings dem Eisen beugen. Jemand, der sein ganzes Training auf das eigene Körpergewicht ausgelegt hat, hat eine stark ausgeprägte untere Brustmuskulatur und einen sehr muskulösen Rücken. Das liegt an den ganzen Dips und Klimmzügen. Dafür kommt leider die obere Brustmuskulatur sowie die Schultern nicht so zum Vorschein, wie bei einem Bodybuilder. Also haben wir nach dem Langhantel Flachbankdrücken, auf der Schrägbank die obere Brust von Sebastian mal so richtig rangenommen.

Für die Brustunterteilung macht Sebastian normalerweise "Diamond Push-Ups" (Liegestütze mit sehr enger Handstellung). Heute sind wir auf die Butterflymaschine ausgewichen. Hohe Wiederholungen pumpten viel Blut in die Brust und der geliebte Pump kam spätestens jetzt so richtig.

Danach machten wir Schulterdrücken mit Kurzhanteln. Hier würde man bei einem Bodyweight Training die Liegestütze im Handstand ausführen. Aber selbst, wenn man den Handstand an einer Wand macht, kann man leider nicht so viele Wiederholungen schaffen, wie mit Kurzhanteln, die zusammen leichter als das Körpergewicht sind. Allerdings sieht es richtig geil aus, wenn man Liegestütze im Handstand macht. Das ist schon beeindruckend. Aber dafür trainiert kein Bodybuilder. Er trainiert, um optisch das Beste aus seinem Körper rauszuholen. Und wenn man mit nur 2kg den gewünschten Erfolg erzielt, dann ist das so. Entweder oder! Aber schweifen wir nicht vom Thema ab...

Seitheben stand als zweite Schulter Übung auf dem Plan. Hier bekomme ich immer den besten Pump in der Schulter. Die Schultern gehören bei mir allerdings auch zu meinen Schwachstellen und ich wünschte, sie wären immer so prall, wie beim Seitheben. Den meisten Pump bekomme ich durch den letzten Satz, welchen ich als Reduktionssatz ausführe. Auf deutsch heißt das: Mit dem Gewicht, welches ich in den Sätzen zuvor benutze, gehe ich auch hier bis ans Muskelversagen. Dann werden noch weitere 3-4 Wdh's erzwungen. Also kontrolliert und mit Schwung hoch, um nur die negative Bewegung voll mitzunehmen. Achtung! Bitte nur als Fortgeschrittener mit viel Körpergefühl nachmachen. Dann nehme ich die nächst kleineren Gewichte. Selbes Spiel. Bis ich irgendwann bei 2kg angekommen bin und diese mit abgefälschter konzentrischer Bewegung nicht mehr hochbekomme. Für Sebastian eine völlig neue Erfahrung. Aber er hatte einen riesen Spaß. Hiernach haben wir dann dem Trizeps unsere Aufmerksamkeit geschenkt und haben am Kabelzug die letzte Übung des klassischen Bodybuilding-Workouts hinter uns gebracht.

Leider stand nur noch eine richtige Übung für uns auf dem Plan, die Sebastian dann im Stil des Bodyweight-Trainings anleitete. Dips - und zwar an einer Stange! Die meisten kennen die klasssische Variante, bei der man zwischen zwei Stangen stützt und "dippt" was das Zeug hält. Nein! Wir sind immer noch im Training und nicht bei dem "dippen" der Nachos in Käsesoße. Bei diesen Dips lehnt man sich viel mehr nach vorne und muss dadurch eine extreme Körperspannung aufbringen.

Sorry, liebe Instagram-Welt, in der immer alles perfekt zu sein scheint. Ich habe die nötige Körperspannung nicht gehabt und nach 2 Wiederholungen war Ende! Währenddessen hat Sebastian eine Wiederholung nach der nächsten abgerissen. Er war in seinem Element. Ich bin auf die klassische Variante umgestiegen und habe die Dips so weitergemacht, wie ich sie schon immer gemacht habe. Aber trotzdem werde ich diese extreme Variante weiter üben und die nötige Körperspannung dazu aufbauen. Das abschließende dehnen lief auch unter Sebastians Anweisung. Zum Thema "Dehnen und Mobility" hat er einiges auf dem Kasten. Alles in allem war es ein richtig geiles Training bei dem wir beide voneinander lernen konnten. Beim China-Buffet um die Ecke schraubten wir uns noch jeder 2 ordentliche Teller voll mit Hühnchen- und Rindfleisch rein, ehe Sebastian mit der Bahn weiter Richtung Köln fuhr.

Du findest Sebastian unter: https://www.instagram.com/sebastian.wittig.fitness